Über mich

Hallo ihr Lieben! Ich freue mich, dass ihr den Weg auf meine Seite gefunden habt und möchte euch hier ein bisschen von mir und meiner Motivation erzählen, diesen Blog zu betreiben. Inzwischen bin ich seit über einem Jahr dabei und seitdem hat sich viel für mich verändert. Ursprünglich war der Blog ein Weg für mich, öffentlich über Probleme zu sprechen, die oftmals auch andere Menschen betreffen und damit einen Ort für mehr Verständnis zu schaffen. Es sollte ein Ort sein, an dem ich mich mit meinen Gedanken austoben kann und an dem Menschen vielleicht Antworten finden können auf Fragen, die sie gerade umtreiben. Ich wollte euch zeigen, dass ihr nicht alleine seid und dass, so perfekt ein Leben auch von außen wirken mag, jeder von uns sein Päckchen zu tragen hat und dass es uns enorm helfen kann, wenn wir uns darüber austauschen. Mir persönlich hat es sehr viel bedeutet und extrem viel Mut gekostet, mit meinen Themen an die Öffentlichkeit zu gehen. Gerade das Thema Ess-Störung ist immernoch tabuisiert, vollkommen schambehaftet und einfach auch nicht besonders sexy. 

Aber genau deswegen ist es mir ein so großes Bedürfnis, meine Erfahrungen und Gedanken zu teilen. Ich weiß, dass ich vor allem in meinem Umfeld bei den Menschen, die mich als strahlend und fröhlich kennen, damit auf Unwohlsein gestoßen bin, oft auch auf Unverständnis und ganz viel Angst, dass ich mich dadurch verletzlich machen könnte. Was ich gelernt habe: Verletzlichkeit ist eine große Stärke. Und alle, wirklich alle meine Vorbilder glänzen durch ihren Mut, ihre persönliche Geschichte mit allen Höhen und Tiefen mit uns zu teilen. Genau das macht sie besonders. Ich habe euch nichts anzubieten außer mir selbst und meiner Wahrheit. Manchmal ist sie unangenehm, oft peinlich, vielleicht auch lächerlich. Und ja, es haben Menschen Einblick in mein Seelenleben genommen, denen ich mich nicht direkt selbst offenbart hätte. Das ist allerdings ein Preis, den ich gerne zahle. Denn: Was aus meinem Vertrauen und meinem Mut entstanden ist, ist unglaublich wertvoll für mich. Jeder Leser, den ich mit meinem Schreiben zum Nachdenken anregen konnte, jeder, der für sich etwas hiervon mitgenommen und davon profitiert hat, ist für mich ein Geschenk. 

Ich habe verstanden, dass ich in dieser Gesellschaft einen Preis bezahlen muss, wenn ich ich selbst sein möchte. Diesen Preis ist es allemal wert. Heute bin ich so viel mehr bei mir selbst angekommen, als ich es jemals war und blicke zurück auf eine spannende, sehr anstrengende und schmerzhafte aber auch wunderschöne Reise. Ich blicke nicht nur zurück, ich blicke auch nach vorn und weiß, dass da noch ganz viel kommen wird. Für den Moment kann ich sagen: Es geht mir gut. Es gibt immernoch zahlreiche Herausforderungen in meinem Leben, viele mir sehr gut bekannte und auch ein paar neue. Aber es gibt eben auch ganz viele gebrochene Muster und Glaubenssätze, eine ganz neue Einstellung zum Leben und eine sehr tiefe Sicherheit in mir selbst. 

Vielleicht wisst ihr jetzt immernoch nicht, wer ich bin. Vielleicht weiß ich es selbst nicht. Ich weiß aber, ich schreibe für mein Leben gern und bin so dankbar, dass ich es für mich durch diesen Blog wiederentdeckt habe. Ich weiß, dass es Menschen gibt, die sich darüber freuen, dass ich meine Gedanken mit ihnen teile und ich lerne immer und immer wieder so unglaublich faszinierende, inspirierende Menschen kennen, über die es sich einfach so sehr lohnt, zu schreiben. Ich liebe es, euch zu beobachten, euch zu bewundern, euch zu beschreiben und mich selbst in euch zu spiegeln. 

Am Ende geht es in diesem Blog um mich. Und ich bin ein Teil vom großen Ganzen. Am Ende geht es also in diesem Blog auch um euch, die ihr ihn lest. Am Ende geht es in diesem Blog um wunderbare Menschen, um Freundschaft und die Kraft der Liebe. Es geht um Medizin in Form von Yoga, es geht darum, sich auch mal über sich selbst lustig zu machen und schreibend Erkenntnisse über sich zu gewinnen. Es geht darum, dass wir nicht perfekt sind und dass das wunderbar ist. Auch mein Blog ist nicht perfekt. Ich habe ihn selbst zusammengebastelt, habe ein paar alte Fotos zusammengesucht, die eigentlich für etwas ganz anderes bestimmt waren, und es in diesem einen Jahr nicht geschafft, neue zu machen. Gerade kriege ich das Instagram-Plugin nicht auf die Seite… und eigentlich sollte das Banner über die komplette Breite gehen. Aber ich muss euch sagen: Wenn ihr auf der Suche nach einem optimal gestalteten Blog seid, seid ihr bei mir falsch. Da draußen gibt es so viel schönere. Bei mir geht es um Wörter und um Gefühle. Das sind meine Werkzeuge. 

Und vielleicht steigere ich mich auch manchmal in eine Idee hinein, die ich ein paar Wochen später schon gar nicht mehr vertreten möchte. Mein Leben ist eine Reise und im ständigen Wandel. So auch die Ideen, die mich umtreiben. Die Lene von vor einem Jahr bin ich nicht mehr. Auch der Blog ist die Dokumentation einer Reise. Eine Reise durch Zweifel, durch Krankheiten, körperliche wie seelische, durch Höhen und Tiefen. Eine Reise, auf der ich den interessantesten Menschen begegnet bin. 

Ihr, meine Lieblingsmenschen, seid meine größte Inspiration, meine Lehrmeister und der Grund für alles. Ich danke euch und bin gespannt, welche Wege unsere Reise noch für uns bereithält. 

Eure Lene

1 Kommentar:

  1. Liebe Lene,

    endlich komme ich mal dazu, dir ein paar Worte dazulassen. Ich mag es sehr, wie du schreibst. Deine Texte kommen mit so viel Gefühl rüber, das ich alles mitempfinden kann. Das ist bei mir so ähnlich, wie wenn ich ein wunderbares Buch lese. Ich empfinde mit meinen Helden mit. Ich bin traurig, wenn sie traurig sind, ich lache wenn ihnen Lustiges widerfährt, ich leide und bange mit ihnen und freue mich, wenn es ihnen gut geht.

    Ich finde, du bist eine tolle Autorin.

    Ganz liebe Grüße, Rainer

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