Freitag, 7. September 2018

Yoga Teacher Training - Teil 5: Love is the answer!


Klingt kitschig und ist doch so wahr! Am vergangenen Wochenende haben wir viele Fragen gestellt – und viele wirklich sehr erhellende Antworten bekommen. Dieses Mal
war Mironel de Wilde bei uns und hat uns in die Welt der Chakras und Koshas eingeführt.

Ich bin so beeindruckt, immer wieder neue Lehrer erleben zu dürfen, die mir eine ganz neue Dimension aufzeigen und ihr ganz individuelles, persönliches Verständnis von Yoga vermitteln. Wir haben Mironel wirklich mit Fragen gelöchert und er hat aus dem Stand unglaublich tiefsinnige Antworten gegeben. Ich bin überzeugt, wir könnten ein Buch schreiben über die Dinge, die er uns mit auf den Weg gegeben hat und jeder, der es liest, würde davon profitieren. 



Anders als bei anderen Ausbildungen, Studiengängen oder weiteren Arten der Wissensvermittlung ist hier alles sofort greifbar, spürbar, erlebbar und außerordentlich hilfreich. Das Besondere ist einfach, dass wir alles, was wir in der Theorie lernen, sofort selbst erleben können. Dadurch prägt es sich ein, wird nutzbar, macht Sinn. Niemals vorher habe ich  Dinge gelernt, die mich persönlich, mein ganzes Dasein so unmittelbar betreffen.

Natürlich sind die Chakras ein Konzept, sehr komplex und oft unterschiedlich ausgelegt. Man kann daran glauben oder es lassen. Man kann aber auch ein Teachers Training machen und erleben, was damit gemeint ist. Dann ist es nicht mehr notwendig, an irgendwas zu glauben. Mit den Koshas, also den verschiedenen Dimensionen des menschlichen Daseins, ist es genauso. Wenn wir unsere Sinne schärfen, in uns gehen, uns fokussieren, können wir diese Dimensionen spüren. Es geht hier – wie immer eigentlich – um eine Form der Selbstwahrnehmung und all diese Konzepte sind nur der Versuch, in Worte zu fassen, was da passiert. Wieder ist mir klargeworden, dass ich, die ich mich gerne mit Worten ausdrücke, hier ganz schnell an meine Grenzen komme. Dieses Gefühl der Weite, der Unendlichkeit, der Verschmelzung mit allem kann ich niemandem vermitteln. Ich kann es vielleicht mit denen teilen, die ähnliches erleben. Und so bin ich nach diesem Wochenende ganz demütig und dankbar. Vieles, was mir früher übernatürlich erschien, hat jetzt für mich seinen Platz in meinem Gedankenuniversum erhalten und ist ganz logisch, natürlich und nachvollziehbar geworden. Was für ein Meilenstein! Diese Erkenntnis, dass wir alle so gut aufgehoben sind in unserem Kontext und uns gar nichts passieren kann, nimmt mir jede Angst vor der Zukunft, dem Tod, der Veränderung.
Die Erkenntnis, dass die zentrale, treibende Lebenskraft die Liebe ist und alle Wege zu ihr führen, erklärt mit einem Wort den Sinn des Lebens. Mit einem Blick darauf kann ich alle zusammengedachten Probleme aufheben, jeden Widerstand aufgeben und allen Lebewesen mit Toleranz und Verständnis begegnen. Das ist wirklich bahnbrechend. Simpel und bahnbrechend.


Ich hoffe, dass diese Energie der Liebe auch durch mich in die Welt getragen werden kann und sie ein bisschen zu einem besseren Ort machen kann. Vielleicht empfinden wir dieses Thema als „kitschig“, weil es eben so zentral ist. Das Zentrum unseres Körpers, das unser Leben möglich macht und ihm gleichzeitig einen Sinn gibt, ist unser Herz.  Und dennoch fällt es uns so schwer, darüber zu reden, vielleicht, weil wir dadurch verletzlich werden. Manchmal tut es auch sehr weh, sein Herz zu öffnen und die Gefühle, die einen überrollen, zuzulassen. Während einer Meditation über das Anahata Chakra, also das Herz-Chakra, bei der wir diese Energie, die sich zwischen uns bewegt hat, ganz deutlich spüren konnten, habe ich wieder gemerkt, wie schwer mir das Loslassen fällt. Und trotzdem konnte ich die Tränen nicht aufhalten und bekam am ganzen Körper Gänsehaut. Dieses Fallenlassen ist zuerst schwierig und dann doch so wunderschön.

Vielleicht können wir die echte, tiefe Liebe nur erfahren, wenn wir uns an diese Grenze bewegen. Und so eindeutig zu merken, wie der Körper auf die nicht greifbaren Schwingungen reagiert, ist einfach beeindruckend. Es erklärt außerdem so viele Reaktionen, Gefühle, körperliche Zustände, die vorher völlig unbegründet erschienen.
Mein Weg hierhin war lang. Letztes Jahr hatten die Ärzte den Verdacht, dass ich einen Diabetes insipidus habe – ich habe in der Spitze 12 Liter am Tag getrunken (hier habe ich damals darüber geschrieben). Es gab keine körperliche Ursache für diesen Durst und es fiel mir so schwer zu begreifen, dass die Ursache eine andere ist. Aber seitdem nehme ich solche Signale ernster, nehme mich selbst und meine Symptome ernster und kann sie oftmals entschlüsseln und auflösen.

Dear Mironel, thank you a million times for this beautiful weekend, for your time and patience, your attention, awareness, creativity and the wisdom you shared with us.  "There is no coincidence" you said - and I will remember this forever.

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