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Es werden Posts vom August, 2017 angezeigt.

Spätsommer-Gedanken

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Sommerende. Ich fürchte mich immer davor, noch bevor der Sommer richtig losgegangen ist. Habe das Gefühl, die schöne Jahreszeit nicht genug ausgekostet zu haben. Habe ich alles schon verpasst? Wie oft habe ich gemütlich draußen im Café gesessen und die Sonne genossen? Wie oft bin ich schwimmen gegangen? Wieviele laue Sommerabende habe ich im Garten gesessen und die Stimmung in mich hineingesogen? Warum sind diese magischen Sommernächte heutzutage so spärlich gesät? Nach einem wundervoll entspannten Urlaub in diesem Sommer, in dem ich all das haben durfte und für den ich unendlich dankbar bin, den ich für immer zu meinen kostbaren Erinnerungen zählen werde, bin ich in die unperfekte sommerliche deutsche Realität zurückgeworfen worden. Ich bin selbst erschrocken, wie schnell ich wieder unentspannt, fremdbestimmt, gestresst, traurig geworden bin. Kann niemandem dafür die Schuld geben. Frage mich, warum ich so müde bin? Wo läuft die Zeit hin und warum komme ich nicht hinterher?

Yoga - von gescheiterten Annäherungsversuchen und hilfreichen Antworten

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Es ist wirklich ein Zufall, dass ich zu Yoga doch noch einen Zugang gefunden habe. Meine erste Yogastunde ist nämlich für lange Zeit auch meine letzte geblieben. Warum das so ist, dem möchte ich hier auf den Grund gehen und dabei aufzeigen, was einen guten Yogalehrer ausmacht. Zweifel und Unsicherheit Jemand hatte mir während meiner ersten Schwangerschaft einen Yogakurs empfohlen, der angeblich all meine Verspannungen lösen und mir guttun sollte. Ich erinnere mich wie gestern, wie ich in meinem ausgeleierten Tchibo-Samtanzug in die Südstadt geflitzt bin, keinen Parkplatz finden konnte und deswegen zu spät kam. Die Klingel störte den ganzen Kurs bei der Eingangs-Entspannung, was schonmal ein schlechter Start war. Von Entspannung keine Spur bei mir, ganz im Gegenteil fühlte ich mich maximal unwohl. Ich musste irgendwie zusehen, dass ich mir eine Matte organisierte und im hinterletzten Eckchen des Studios noch einen Platz bekam. Es fühlte sich nicht gut an, so nah be

Krankheit und Verantwortung

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Seit einigen Wochen macht mir ein körperliches Problem zu schaffen: Ich habe unbändigen Durst. Als ich gemerkt habe, dass ich am Tag mehr als zehn Liter trinke, bin ich zum Arzt gegangen, der ganz besorgt reagiert hat. Nach etlichen Untersuchungen und Vermutungen, was dahinter stecken könnte, stellt sich nun wohl heraus, dass es keine körperlichen Ursachen hat. Das ist zwar abschließend noch nicht geklärt, aber ich muss mich davon unabhängig machen, was die weiteren Ergebnisse zeigen. Denn was ich einmal mehr und diesmal sehr deutlich gemerkt habe: Ich muss die Verantwortung für meine Gesundheit selbst tragen. Und das ist leichter gesagt als getan. Mein Körper spielt mir immer wieder üble Streiche und reagiert mit extremen Symptomen, die keine Ursache zu haben scheinen. Nachdem ich einige Zeit versucht habe, diesen Dingen auf den Grund zu gehen, bin ich heute der Meinung, dass das gar nichts nützt. Jemand hat mir neulich gesagt, dass immer alles ok ist und wir alle völl