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Körperakzeptanz nach der Schwangerschaft

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Vielleicht ist das Thema inzwischen langweilig geworden... mir zumindest geht es oft so, dass ich nicht glauben kann, dass ich mich damit immernoch befasse. Nach der Schwangerschaft gab es immer wieder Schockmomente, in denen ich nicht glauben konnte, was ich im Spiegel sah. Und das Verrückte daran: Gäbe es diese Spiegel gar nicht, würde ich mich nicht messen und vergleichen und immer wieder versuchen, in meine alten Klamotten reinzupassen, ich würde mich großartig fühlen. "Eigentlich" fühle ich mich großartig. Mein Körper hat zu seiner Kraft und seinem Wohlbefinden zurückgefunden. Ich fühle mich derartig viel besser als in der Schwangerschaft, dass ich jeden Tag froh und erleichtert darüber bin. Aber da sind diese Fotos... von früher. Auf denen war ich dünner und viel jünger und ja, es ist mir sehr bewusst, dass ich den Zenit meiner Schönheit auf jeden Fall überschritten habe. Und manchmal schleicht sich da auch wieder der Gedanke an den Tod ein und daran, dass ich mich kon

Anatomie und Spiritualität im Yoga – eine Diskussion

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Wieviel Spiritualität verträgt eine Yogalehrer-Ausbildung? Und kommen andere grundlegende Aspekte wie die Anatomie dadurch zu kurz? Viele Menschen kommen über körperliche Beschwerden zum Yoga. Sie haben Rückenschmerzen, Haltungsschäden, Kopfschmerzen, verspannte Nacken… und sind auf der Suche nach einer Bewegungsform, die ihnen guttut. Das Om-Singen am Anfang und Ende der Stunde, die Entspannungsphasen… ok, daran muss man sich gewöhnen. Oder man lässt sie einfach weg. Man kann ja vorher auch rausgehen… oder stattdessen ein bisschen schlafen. „Am Anfang scheint Yoga sehr körperlich“ hat mir mal jemand gesagt. Die meisten unter uns allerdings, die dabei bleiben, würde ich behaupten, lernen mit der Zeit genau diese Dinge zu schätzen: Die Atemübungen, das Meditieren, das Entspannen, das Chanten. Genau das sind dann die Dinge, die uns motivieren, zum Yoga zu gehen. Warum? Was gibt uns das? Es ist offensichtlich, dass Yoga viel für unseren Körper tun kann. Wenn wi

Mutterschaft

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So viele Rollen, die wir spielen, die wir mal mehr und mal weniger gut ausfüllen in dieser Gesellschaft. Eine davon ist für mich die der Mutter. Ich habe meine Mutterschaft allerdings immer als das gesehen - als eine Rolle - und nicht als etwas, das mein ganzes Wesen ausmacht. Für mich ist Muttersein ein Privileg und gleichzeitig die größte Herausforderung überhaupt. Wenn ich zurückblicke, sehe ich viele Dinge mit anderen Augen. Mein ältester Sohn ist jetzt neun  Jahre alt und ich erinnere mich wie das war, völlig verunsichert als junge Mama eines Neugeborenen, für die sich eine ganz neue Welt auftat. Ich war so dankbar und absolut überfordert, so naiv. Und wenn ich noch weiter zurückblicke, dann sehe ich mich als Kind, wie ich mir mein zukünftiges Leben als Mutter vorstellte. Als Jugendliche las ich das Buch "Paula" von Isabel Allende und von diesem Moment an hatte ich das Gefühl, bereits eine Verbindung zu meiner ungeborenen Tochter zu haben. Als ich dann zwei Jungs bek

6 Erkenntnisse aus den Erfahrungen des letzten Jahres

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Ich sitze im neuen Kinderzimmer meines ungeborenen Babys. Im Sessel, mit Laptop auf den Knien um 8:00 Uhr morgens. Die Voraussetzungen für einen gelungenen Tag sind ebenso mäßig oder verheißungsvoll, wie sie es jeden Morgen sind. Aber in mir drin, da sind einige wunderbare Erkenntnisse herangereift, die mir Kraft geben und Zuversicht.  Meine aktuelle Krise hat mir so vieles gezeigt und nicht zuletzt, dass sich mein Leben sehr wohl im letzten Jahr zum Guten verändert hat. Erkenntnis Nr. 1: Die Veränderung ist schon eingetreten. Immer und immer wieder bin ich an dem Glaubenssatz verzweifelt, dass ich nichts ändern kann. Dass sich das Rad des Schicksals so dreht, wie es das nunmal tut und dass es mich gefangen hält in einem Leben, in dem ich immer mit bestimmten Schwierigkeiten zu kämpfen habe. Rückblickend ist das gar nicht so. Es gibt neue Muster, neue Mechanismen, neue Werkzeuge, die ich angewendet habe und die langsam aber sicher ihre Wirkung entfalten.  Erke

Schwangerschaft und Gewichtsprobleme

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Mein Blog soll ehrlich sein. Und bleiben. Ich möchte nicht, dass hier jemand den Eindruck bekommt, ich habe die Weisheit mit Löffeln gefressen, mein Weg geht immer nur steil bergauf und ich habe verstanden, wie das Leben funktioniert. Ich habe an mir selbst festgestellt, wie langweilig manche Menschen mir geworden sind, die immer nur berichten, wie gut alles funktioniert. Die einmal eine Erkenntnis hatten und seitdem nie wieder einen Rückfall, die auf ihr vergangenes Leben zurückschauen als wäre es das einer anderen Person. So geläutert bin ich nicht.  Gerade kämpfe ich extrem mit dem Essen. Und allem, was damit zusammenhängt. Gestern war so ein Tag, der nicht lief wie geplant. Ein paar Termine sind ausgefallen, ich hatte kaum geschlafen und so entschied ich, mich auf die Couch zu packen und auszuruhen. Ich hatte noch nichtmal das Bedürfnis zu essen. Und kurz war da auch der Gedanke, dass ich das nicht tun muss, sondern dass ein Tee reicht und vielleicht eine Mütze Schlaf. Und dann h